Willkommen im Dekanat Schwechat

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140 Engagierte: „Unterwegs im Namen des Herrn“

Startfest der 140 neuen Pfarrgemeinderäte aus 15 Pfarren im Dekanat Schwechat Dechant übergibt Ernennungsdekrete des Wiener Erzbischofs

überpfarrliche Zusammenarbeit in „Seelsorgeräumen“ nimmt Gestalt an

Genau 140 Pfarrgemeinderäte („PGR“) aus 15 Pfarren des Dekanates Schwechat & der Pfarre Mitterndorf (Dekanat Weigelsdorf) haben dieser Tage ihre Arbeit aufgenommen. Im Auftrag des Wiener Erzbischofs, Kardinal Christoph Schönborn, luden der Bischofsvikar für das Süd-Vikariat, Rupert Stadler, und der Dechant des Dekanates Schwechat, Gerald Gump, zu einem gemeinsamen Startfest ein – über 100 Pfarrverantwortliche waren gekommen.

„Die Pfarrgemeinderäte sind die ‚tragenden Säulen’ der Pfarren – die Zeiten sind Gott sei Dank vorbei, wo der Pfarrer allein für alles zuständig ist!“, erzählt Dechant Gerald Gump über die zentralen Aufgaben der Pfarrgemeinderäte. „Alle Katholik/inn/en waren eingeladen, diese zu wählen – gemeinsam mit den hauptamtlichen Seelsorger/inne/n wie Pfarrer oder Pastoralassistent/inn/en und den Diakonen gestalten sie verantwortlich das Leben der Pfarren! Durch sie lässt sich spürbar erleben, dass der Geist Gottes heute lebendig am Werk ist!“

Beim PGR-Fest wurde zuerst mit einem Sektempfang der Einstieg gefeiert – auch sollte es Vorweg ein Dank für die Bereitschaft sein, sich auf 5 Jahre intensiver Arbeit einzulassen. Den Start bildete ein Videogruß des Bischofsvikars, wo dieser den Pfarrgemeinderäten dankte, sowie zu offensivem Hinausgehen ermutigte. Einzeln wurde jede Pfarre mit ihren Seelsorger/inne/n vorgestellt – die vom Bischof und Dechant unterzeichneten Bestellungsdekrete überreicht; und Gottesdienst gefeiert – Gump: „Wir wollen jetzt zuerst IHN zu Wort kommen lassen, uns gemeinsam auf seinen Geist einstimmen!“. Vikariatssekretär Thomas Völkerer stellte wesentliche Züge kirchlicher Vikariats-Struktur, sowie die Anliegen der „Seelsorgeräume“ vor – und dann begann konkrete Arbeit: Die Weiterarbeit an den „Seelsorgeräumen“.

Seelsorgeräume sind ein Verbund mehrerer, selbstständig bleibender Pfarren, die – zur gegenseitigen Unterstützung, Qualitätsverbesserung, wie auch zum Sparen von Ressourcen – manche Projekte & Pastoralbereiche bewusst gemeinsam gestalten: „Entweder, weil manche Projekte, wie z. B. der Schwechater Stadtkreuzweg gemeinsam qualitätsvoller sind, als wenn es eine einzelne Pfarre versuchte – und zugleich die Arbeit der Einzelpfarre deutlich reduziert. Oder aber eine Pfarre füllt einen Bereich derart gut aus, dass sich die Nachbarpfarren diesen bewusst ‚ersparen‘ und freie Kräfte anders investieren – es braucht z. B. nicht jede Pfarre Eheseminare veranstalten!“ – so 2 Beispiele aus dem Pilotprojekt „Seelsorgeraum Schwechat“.

Während ein Seelsorgeraum des Dekanates („Seelsorgeraum Schwechat“ = Evang. Pfarre, sowie Kath. Pfarren Mannswörth & Rannersdorf & Schwechat & Zwölfaxing) als Pilotprojekt des Dekanates schon eine 2 ½ jähre, intensive Arbeit hinter sich hat, wurden bei anderen nach längeren Diskussionen die genauen Grenzen nochmals intensiv angesehen und vorläufig fest gelegt. „Das ist manchmal ein mühsames Ringen, aber es zeigt, dass den einzelnen Pfarrgemeinderäten ihre Pfarre kostbar ist – was wünschen wir uns mehr!“, wie es Gump kommentierte.

Darauf wurde in den meisten SSR-Kleingruppen konkrete Schritte gemeinsamen Arbeitens ins Auge gefasst – in den nächsten 5 Jahren wird diese Kooperation wesentlich werden. Zugleich ist das Projekt „Seelsorgeräume“ der zentrale Beitrages des Südvikariates zum gerade laufenden Neustrukturierungsprozess der Erzdiözese Wien „APG 2,1“.

Mit noch langem Feiern ging das Fest danach weiter, wo noch viel Möglichkeit bestand, über die Pfarrgrenzen hinaus ins Gespräch zu kommen. „Es ist toll, so viele engagierte Menschen beisammen zu haben, die nicht ‚Kirchenkonsumenten‘ sind, sondern unzählige Stunden investieren, sowie echt für das Leben und die Zukunft unserer Pfarren Verantwortung tragen!“, freut sich Dechant Gerald Gump. Und er nennt sein Hauptanliegen in den zukünftigen Arbeitsphasen: „Eine noch intensiveres, überpfarrliches Zusammenarbeiten – zum Wohle aller Beteiligten, sowie um die kreative Eigenständigkeit der Einzelpfarren zu erhalten! Auf diese Weise gehen wir nicht nur deutlich kreativer, sondern vor allem – so denke ich – viel mehr auf der Linie Jesu in die Zukunft, als einfach phantasielos mehrere Pfarren zu einer anonymen Großpfarre zu machen. Die Zukunft liegt in kreativer Eigenständigkeit und dazu sinnvoller Kooperation mit anderen! Denn in den konkreten Pfarren geschieht die wesentliche, kirchliche Arbeit von caritativem Engagement bis zur Gottesdiensten, von Kinder- bis Seniorenarbeit u. v. a. m. Es ist schön zu spüren, wie engagiert und verantwortlich das kirchliche Leben hier gestaltet wird – zu 99,9% durch Ehrenamtliche! Und genau hier nehmen die Pfarrgemeinderäte in ihrer Verantwortung gemeinsam mit dem Pfarrer die Schlüsselposition ein!“

Im Herbst wird Dechant Gump alle 15 Pfarrgemeinderäte einzeln in ihren Sitzungen besuchen, um die Arbeit der nächsten 5 Jahre zu besprechen: „Im ganzen Vikariat steht für allen Pfarrgemeinderäte bis zum Herbst eine solche Zukunftsplanung an – von der kirchlichen Basis aufwärts soll das kirchliche Leben neu justiert und gestaltet werden! Es ist ein spannendes Arbeiten und es ist großartig, wie viele Leute hier engagiert in unzähligen, sehr oft auch ‚stillen Diensten’ engagiert sind – unsere Pfarren leben!“

Das Dekanat Schwechat ist Teil des „Vikariates Süd“ bzw. „Vikariates unter dem Wienerwald“ (= südöstliches Niederösterreich) und umfasst 15 Pfarren:

Seelsorgeraum 1: bestehend aus den Pfarren Himberg (inkl. Pellendorf) & Velm

Seelsorgeraum 2: („Seelsorgeraum Schwechat“) bestehend aus der Evang. Pfarre, sowie den Röm.-Kath. Pfarren Mannswörth, Rannersdorf (inkl. Kledering), Schwechat und Zwölfaxing (sowie der Seelsorgestation Flughafen)

provisorischer Seelsorgeraum 3: bestehend aus den Pfarren Gramatneusiedl, Mitterndorf (Dekanat Weigelsdorf) und Moosbrunn

provisorischer Seelsorgeraum 4: bestehend aus den Pfarren Ebergassing, Enzersdorf, Rauchenwarth, Schwadorf und Wienerherberg

Die beiden provisorischen Seelsorgeräume sollen auf 1 Jahr ausprobiert und danach (nach evtl. noch nötigen Nachjustierungen in der Zuteilung) im 2. Durchgang durch den Bischof fixiert werden.

Offen ist die Zuteilung der Pfarren Fischamend und Maria Lanzendorf.

In der 1. Phase werden die durch die PGRs selbst fixierten Seelsorgeräume – nach 8jähriger Vorarbeit – mit September 2012 vom Erzbischof auch ganz offiziell eingesetzt, die anderen Pfarren haben dann 16 Monate zur weiteren Beratung Zeit. Mit Ende 2013 werden dann auch diese Pfarren vom Bischof eine verbindliche Zugehörigkeit zu je einem Seelsorgeraum erhalten.

Dekanatsnewsletter für Mai

Wieder einmal eine punktgenaue Landung des neuen Dekanatsnewsletters für Mai.

Diesmal möchte ich besonders auf

 

  • die Motorradsegnung am Sonntag, 6.5. um 14.00 Uhr vor der Schwechater Kirche,
  • auf den gemeinsamen Gottesdienst des Seelsorgeraums Schwechat am Donnerstag, 17.5. um 10.00 Uhr
  • aber auch auf die vielen Maiandachten in den Pfarren des Dekanats

 

hinweisen.

Hinweisen möchte ich aber auch, jetzt schon, auf die Lange Nacht der Kirchen.

Infos unter http://www.langenachtderkirchen.at/

 

Alle Pfarrgemeinderäte möchte ich an das PGR Startfest des Dekanats am Dienstag, 15.5. um 19.00 Uhr im Pfarrzentrum Zirkelweg erinnern.

Allen Leserinnen und Lesern des Dekantsnewsletters wünsche ich einen besonders schönen Mai.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Radlmair

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Mag. Thomas Radlmair

Pastoralssistent für das Dekanat Schwechat

 

 
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